S P I E L A N L E I T U N G

Bao bedeutet "Baumstämmchen" und ist ein Holz-
spiel für zwei Personen. Das zusammenklappbare
Spielbrett ist in zwei Hälften unterteilt mit je 16 Mul-
den. Insgesamt wird mit 64 Halbedelsteinen gespielt;
zwei Steine werden als Ersatz mitgeliefert. Bereits
Kinder ab fünf Jahren sind fasziniert von diesem
Spiel. Die Spieldauer beträgt 15 - 45 Minuten,
manchmal kann sich das Spiel bis zu zwei Stunden
ausdehnen.
1. Ausgangssituation des Spieles
Jeder Spieler spielt nur auf der ihm zugewandten
Spielbretthälfte. Die Spielmulden sind pro Spiel-
bretthälfte in zwei Reihen zu 8 Mulden angeordnet.
In der Ausgangsposition werden alle Mulden mit je
zwei Steinen bestückt.
2. Ziel des Spieles
Das Ziel des Spieles ist es, den Gegner entweder
bewegungsunfähig zu machen oder ihm alle Steine
aus seiner aktiven Muldenreihe zu entwenden. In

beiden Fällen ist das Spiel für den Gegner verloren.
Eine unentschiedene Spielsituation gibt es nicht.
3. Spielverlauf
Einer der beiden Spieler beginnt, indem er aus einer
beliebigen Mulde seiner (ihm zugewandten) Spiel-
bretthälfte die beiden Steine herausnimmt und sie
einzeln in die daneben liegenden Mulden verteilt.
Dabei ist es gleichgültig in welcher Richtung er sich
bewegt. Wichtig ist nur, dass die anfangs gewählte
Spielrichtung für jeweils eine Spielrunde beibehalten
wird (z.B. 1. Runde im Uhrzeigersinn).
Die Spieler bewegen sich immer nur auf ihrer
Hälfte des Spielbrettes, immer von einer Mulde
zur anderen und immer pro Spielrunde in der
gleichen Richtung. (siehe Schema).
Ist der Spieler im weiteren Spielverlauf erneut an der
Reihe, so kann er sich wieder neu für eine Spielrich-
tung entscheiden (z.B. 2. Runde im Gegenuhrzeiger-
sinn).
Ein Spielzug beginnt indem ein Spieler die zwei Stei-
ne der gewählten Mulde aufnimmt und diese einzeln
in die Mulden legt, die neben der Startmulde liegen
(rechts oder links davon). Der Spielzug endet also
so, dass der Spieler seinen zweiten Stein in die ü-
bernächste Mulde legt. So befinden sich in jenem
Moment in dieser Mulde drei Steine. Daraufhin
nimmt er alle diese Spielsteine auf und verteilt sie
wiederum einzeln auf die folgen Mulden.

Die hintere dem Spieler zugewandten Muldenreihe
heisst passive Reihe.
Endet ein Spielzug jedoch in einer Mulde der
aktiven Reihe (der Mitte zugewandt), müssen
für den nächsten Spielzug die Steine der eige-
nen UND der gegnerischen Mulde vis à vis auf-
genommen und nach dem oben erwähnten
Vorgehen weitergelegt werden.
Dies wird so lange weitergeführt, bis der Spieler mit
seinem letzten Stein in einer leeren Mulde landet.
Nun ist der gegnerische Spieler mit seiner ersten
Spielrunde an der Reihe.
Auch er beginnt in einer beliebigen Mulde seiner
beiden Spielreihen, allerdings unter der Bedingung,
dass sich mindestens zwei Steine in der gewählten
Mulde befinden.
Ein einzelner Spielstein ist nie bewegungsfä-
hig.
Das Spiel wird so lange fortgesetzt, bis einer der
beiden Spieler die Mulden der Aktivreihe seines
Gegners leerräumt und somit das Spiel gewinnt.
Gewonnen hat auch der Spieler, der seinen Gegner
bewegungsunfähig gemacht hat. Bewegungsunfähig
ist ein Spieler dann, wenn in keiner seiner Mulden
mehr als ein Stein liegt.
4. Besonderheiten im Spielverlauf
Das Wegnehmen der gegnerischen Steine ist nur
dann erlaubt, wenn ein Spielzug nicht in einer leeren

Mulde endet. Endet ein Spielzug in einer leeren Mul-
de, ist diese Spielrunde beendet und der gegneri-
sche Spieler kommt an die Reihe.

Bao